Aktuelles


Podcast

Armin Nassehi über pandemische Paradoxien

Das Corona-Virus infiziert auch die Gesellschaft und setzt ihre ausdifferenzierten Systeme unter Stress – nicht zuletzt die Wissenschaft. Welche Immunreaktion zeigt das Wissenschaftssystem auf die Anforderungen der politischen Öffentlichkeit, die oftmals Sehnsüchte nach Eindeutigkeit weckt? Der Systemtheoretiker Armin Nassehi weist auf den Eigensinn der Gesellschaft und auf eine unentrinnbare Paradoxie: Liberale Ordnungen leisten Steuerungsambitionen faktischen wie normativen Widerstand. Setzt sich in der Pandemie dennoch eine Entdifferenzierungssehnsucht durch?
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Podcast

Thea Dorn über die Pandemie als Grenzerfahrung

"Auf den Grund!" führt diesmal im philosophischen Gespräch an Grenzen – des Lebens, des Sterbens, des Rechts in Zeiten der Pandemie. Die neuzeitliche Tendenz einer gesellschaftlichen Verdrängung des Todes sieht sich durch die neue Alltäglichkeit des Sterbens auch mit einer "psychischen Katastrophe" konfrontiert, die zu Ratlosigkeit führt und jedenfalls im Recht keine letzten Antworten findet. Sind wir in der Pandemie noch bei Trost? "In der Literatur darf man getrost ratlos sein", meint Thea Dorn, die in der Kunst "einen der verträglichsten Orte für Wut" findet und in ihrem neuen Buch bei den antiken Stoikern nach Rat für eine womöglich alterweise Gesellschaft fragt.
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Podcast

Christiane Woopen über Corona als ethischer Stresstest

Was ist die richtige Strategie im Umgang mit der Corona-Pandemie? Ethische Dilemmata stellen sich allerorts: Bei der Zulassung und Verteilung von Impfstoffen, bei der Reihenfolge sowie angesichts von Widerständen gegen Impfungen, in Triage-Situationen und in gesamtgesellschaftlichen Abwägungsprozessen zwischen Offenheit und Geschlossenheit. Auf solche medizinischen, ökonomischen, politischen und verfassungsrechtlichen Probleme lässt sich durch ethische Erwägungen verschiedentlich reagieren, wie die Medizinethikerin Christiane Woopen betont. Die Pandemie formuliert mit dieser – nicht zuletzt: politischen – Komplexität aus einer institutionellen Perspektive, die das Verhältnis von Individuum und Gemeinschaft in der Werteordnung des Grundgesetzes in den Blick nimmt, einen normativen Stresstest für die Gesellschaft.
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Debattenbeitrag

Zur Zukunft der Demokratie

Corona-Krise und Systemwettbewerb, Formenwandel bürgerlichen Engagements und Diskurse über Diskursgrenzen: Angesichts solcher Phänomene blickt Professor Udo Di Fabio auf die Zukunft der Demokratie, auf ihre jetzigen und zukünftigen Herausforderungen ebenso wie auf ihre Funktionsbedingungen, die Antworten auf ihre Zukunftsfähigkeit geben. Das "westliche" Demokratiemodell folgt entschieden dem Leitbild des Pluralismus einer offenen Gesellschaft, die nur Hand in Hand mit dem Rechtsstaat gesichert werden kann – und mit einer gewissen Gelassenheit in der Debatte, die nicht zur Nachsicht wird, sondern das Selbstbewusstsein zur normativen Selbstbehauptung nach innen und außen aufbringt.
Der Vortrag vor der Polytechnischen Gesellschaft in Frankfurt am Main ist hörbar in der Reihe "Hörsaal" bei Deutschlandfunk Nova und auch mit einer weiterführenden Fragerunde als Video auf YouTube verfügbar.


Debattenbeitrag

Corona-Pandemie und Klimanotstand

In einem Beitrag für die Silvesterausgabe der Frankfurter Allgemeinen Zeitung bilanziert der Direktor des Forschungskollegs, Professor Udo Di Fabio, die politischen, wirtschaftlichen und verfassungsrechtlichen Verwerfungen der Corona-Pandemie. Er wagt zugleich einen Ausblick auf weitere tiefgreifende Transformationen, die der Klimawandel allen gesellschaftlichen Systemen und, vor allem: den Menschen abverlangt. Eine Verbindung zwischen beiden Momenten sollte allerdings nur mit Vorsicht gezogen werden – politische Steuerung kommt nicht ohne eigene Gefahren.
Der Beitrag ist auch in der Internetausgabe der Zeitung lesbar.


Podcast

Gerhard Wagner über Klima-, Rechts- und Verantwortungswandel

Das Klima, die Wirtschaft und das Recht bilden globale Systeme in der einen Weltgesellschaft. So gibt die Klage eines peruanischen Bauern gegen ein deutsches Energieunternehmen Anlass, im juristischen Gespräch mit Gerhard Wagner Wandlungen im Recht auf den Grund zu gehen: Klimaschäden, Kausalitäts- und Zurechnungsfragen werden verhandelt und führen zu Grenzverschiebungen in der Gewaltenteilung zwischen Gerichten und Gesetzgeber, zwischen Staat und Gesellschaft, die etwa auch die großen Digitalkonzerne berühren. Es ergibt sich eine dialektische Einsicht: Mit großer Verantwortung geht große Macht einher.
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Podcast

Lars Feld zu Transformationen der Wirtschaft

Welches Menschenbild und welche Rationalitäten treiben die politische Ökonomie, welchen Ordnungsrahmen benötigt sie? Lars Feld, "Wirtschaftsweiser" und Direktor des Freiburger Walter Eucken Instituts, vermisst die großen wirtschaftspolitischen Debatten um steigende Staatsverschuldung und Rettungspakete, um die Disruptionen der Geldordnung und des Bankensystems, die Kryptowährungen und Bargeldabschaffung in Aussicht stellen, um den Klimawandel, Kohleausstieg und den "Green Deal".
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Podcast

Peter Sloterdijk und die Aufklärung der Säkularisierung

"Der Intellektuelle ernährt sich von Illusionslosigkeit" – welche Kost bereitet ihm die Religion? Auf den Spuren von Max Weber, Hans Blumenberg, Karl Jaspers und anderen problematisiert Peter Sloterdijk ein anhaltendes, nur der Form nach säkularisiertes Bedürfnis nach religiösem Sinnüberschuss, das sich auch heute noch politisch und gesellschaftlich machtvoll artikulieren kann. Philosophische Aufklärung der Begriffe heißt dann, sich "politisch und existenziell der zweiten Meinung auszusetzen", und so auch in der säkularisierten Lebenswelt Vorurteile – nicht zuletzt deren eigene – nach allen Seiten aufzudecken.
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Podcast

Petra Bahr über Glaube und Wissen

Im Gespräch mit Petra Bahr, Regionalbischöfin der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Hannover, stellt sich die so alte wie aktuelle Frage nach dem Verhältnis von Glauben und Wissen. "Sperrige" Begriffe wie Gott, Geheimnis und Leben bieten interdisziplinäre Herausforderungen, wenn rationalistische Paradigmen auf religiöse Kommunikation treffen. Dann wird deutlich, etwa auch im Fall der Menschenwürde und den Ansprüchen eines "Transhumanismus", dass transzendente Residuen in der säkularen Gesellschaft nicht vorschnell außer Acht gelassen werden sollten: "Der Mensch ist immer mehr als das, was er über sich selbst sagen kann und sogar mehr als das, was er über sich selber weiß."
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Publikation

Metamorphosen der Zurechnung

In einem grundlegenden Beitrag für die JuristenZeitung kritisiert Professor Udo Di Fabio "Metamorphosen der Zurechnung" (JZ 75 [2020], S. 1073-1079): "[...] gegenwärtig ist ein Trend zu beobachten, der das System der Zurechnung von Handlungsfreiheit auf Schäden an Rechtsgütern kategorial herausfordert." Dem Verfassungsrecht, insbesondere den ersten drei Artikeln des Grundgesetzes, unterliegt "als unverrückbarer Ausgangspunkt ein Menschenbild, das Handlungsfähigkeit mit Rechtssubjektivität und der Möglichkeit von Schuld verbindet. [...] Der Zurechnungsgrund liegt in der vernunftbasierten Freiheit." Mit Blick auf Lieferkettenverantwortung, Klimahaftung, Unternehmensstrafrecht und andere beispielhafte "Tendenzen eines sozialtechnisch inspirierten Steuerungsbemühens [...] sind jedoch Zweifel erlaubt, ob der Einzelne mit seinem Urteilsvermögen und seiner Handlungsfreiheit noch im Mittelpunkt der Rechtsordnung steht."
Der Beitrag ist abrufbar auf der Seite des Verlages Mohr Siebeck (ggf. kostenpflichtig).


Podcast

Hendrik Streeck zur Wissenschaft in Zeiten von Corona

"Auf den Grund!" geht es diesmal mit dem Bonner Virologen Hendrik Streeck. In der Corona-Pandemie 2020 werden die Anforderungen an die Wissenschaft von Seiten der Politik wie der Öffentlichkeit deutlich artikuliert. Am Beispiel der Virologie geht es um die Funktions- und Kommunikationsbedingungen wissenschaftlicher Arbeit unter Unsicherheit, um Korrekturen vorläufiger Erkenntnisse, politische und gesellschaftliche Erwartungshaltungen und die daraus resultierende Verantwortung.
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Podcast

Über die Demokratie in Amerika mit Clemens Albrecht

Zu Gast in der ersten Folge des FnG-Podcasts "Auf den Grund!" ist der Bonner Ordinarius für Soziologie, Clemens Albrecht, um rund um die US-Wahl 2020 die Lage von Demokratie und Gesellschaft in Amerika zu betrachten. Welche Unterschiede bestehen zwischen demokratischen Kulturen, wie äußern sich diese im Gefüge politischer Organisation, gesellschaftlicher Institutionen und alltäglicher Diskussions- und Streitkultur?
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Podcast

Auf den Grund! Wissenschaft im Gespräch

Das Forschungskolleg normative Gesellschaftsgrundlagen geht mit einem Podcast auf Sendung und aktuellen Debatten "Auf den Grund!". Direktor und Gastgeber Professor Udo Di Fabio lädt renommierte Vertreter verschiedener Disziplinen wie auch den wissenschaftlichen Nachwuchs zur "Wissenschaft im Gespräch". Aktuelle Anlässe führen zu Themen im Forschungsfeld des Kollegs – und zur Analyse von Trends, zur Frage nach ihren tieferen Gründen und womöglich zu verdeckten Brüchen im Gefüge der Gegenwart.
Eine Vorstellung des Podcasts sowie die einzelnen Folgen finden Sie auf dieser Seite. Die Sendungen sind zudem hörbar über Spotify, Apple Podcasts, Amazon Music und Deezer.


Publikation

Ein europarechtliches Spannungsverhältnis: Funktionalität versus Institutionalität

Professor Frank Schorkopf, Co-Direktor des Forschungskollegs, formuliert in seinem Beitrag zu den 55. Essener Gesprächen zum Thema Staat und Kirche eine spezifisch institutionenanalytische Perspektive. Er verdeutlicht am Beispiel des Staatskirchenrechts das spannungsreiche Verhältnis zwischen den europarechtlichen Prämissen funktionaler Einheit, wie sie die Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshof leiten, und dem autonomen Bestandsinteresse kulturell verfestigter Institutionen, hier der  Religionsgemeinschaften und ihrer staatskirchenrechtlich fundierten Autonomie. Der Beitrag zeigt den spezifischen Ertrag interdisziplinär offener Analysen auf Grundlage einer Institutionentheorie, die Fragen der (Europa-)Rechtswissenschaft in die Sozialwissenschaften hinein öffnet. Der Band "Institutionen unter Druck. Europarechtliche Überformung des Staatskirchenrechts?" ist im Aschendorff Verlag in Münster erschienen.


Podcast

Europas Weg. Zur Verfassungsgeschichte der Europäischen Union

Ein neuer Podcast informiert über die Grundlagen der Europäischen Integration aus der Perspektive einer Verfassungsgeschichte. Professor Frank Schorkopf, Co-Direktor des Forschungskollegs, geht den politischen Weichenstellungen auf den Spuren der maßgeblichen Protagonisten nach, lässt diese zu Wort kommen und stellt die historischen Schritte zu "einer immer engeren Union der Völker Europas" in ihren rechtsgeschichtlichen Kontext. Die Folgen des Podcasts sind auf zahlreichen Plattformen hörbar – näheres auf den Seiten der Abteilung Europarecht der Universität Göttingen.


Debattenbeitrag

Europas Verfassungskrise

Mit einem Beitrag in der Rubrik "Die Gegenwart" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zeichnet Professor Udo Di Fabio die aktuellen Konflikte in der Europäischen Verfassungsstruktur nach. Er plädiert für ein balanciertes Europa, das sich auf die Komplexität der politischen und rechtlichen Herausforderungen in rationalem Dialog einlässt. Der Beitrag ist auf der Seite der Zeitung lesbar und auch als Podcast verfügbar.


Publikation

Staat im Recht, FJP 8

Professor Udo Di Fabio legt in der Reihe des Grundlagenkreises der Vereinigung der Deutschen Staatsrechtslehrer (Fundamenta Juris Publici) eine institutionelle Analyse des neuzeitlichen Rechts- bzw. Verfassungsstaates, seiner normativen und funktionellen Besonderheiten und Gefährdungen vor, die dem Ansatz des Forschungskollegs verpfichtet ist. Die Erprobung dieses Konzeptes und ihre Ergebnisse werden kommentiert von Karl-Heinz Ladeur sowie Christoph Möllers. Weitere Informationen auf den Seiten des Verlages Mohr Siebeck.


Workshop

Selbstbehauptung Europas

Das Forschungskolleg hat am 30.9. und 1.10.2019 einen interdisziplinären Workshop zur "Selbstbehauptung Europas" veranstaltet. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Rechtswissenschaft, Soziologie und Geschichtswissenschaft diskutierten auf Grundlage von Impulsreferaten intensiv über verschiedene Probleme, deren Wahrnehmungen und Lösungshorizonte in der Europäischen Union und darüber hinaus. Neben grundlegenden Fragen demokratischer und liberaler politischer Ordnung im 21. Jahrhundert, deren auch geopolitischen Herausforderungen, den Figuren und Akteuren eines europäischen Konstitutionalismus ging es ebenso um die Rolle der Wirtschaft und Wirtschaftspolitik wie um europäische Sozialmodelle und Wohlfahrtsstaatlichkeit. Die Ergebnisse des  Workshops werden als Tagungsband in der Schriftenreihe des Kollegs veröffentlicht.


Radiogespräch

Zu soziokulturellen Voraussetzungen der Demokratie

Professor Udo Di Fabio, Direktor des Forschungskollegs, diskutiert in den "Kulturfragen" des Deutschlandfunks die anlässlich aktueller Entwicklungen und Debatten zunehmend in den Blick geratenen soziokulturellen und normativen Grundlagen der Demokratie und ihren Wandel. Das Gespräch mit Michael Köhler kann hier nachgehört werden.


Publikation

Nudging, BnGG 5

In den Beiträgen zu normativen Grundlagen der Gesellschaft (BnGG), der Schriftenreihe des Forschungskollegs, ist der Band "Nudging. Verfassungsrechtliche Maßstäbe für das hoheitliche Einwirken auf die innere Autonomie des Bürgers" von Stephan Gerg erschienen, der sich mit einer besonderen und viel diskutierten Form hoheitlicher Steuerung auseinandersetzt. Für Näheres siehe die Seite des Verlages Mohr Siebeck.


Debattenbeiträge

Zur Selbstbehauptung Europas

Der Direktor des Forschungskollegs, Professor Udo Di Fabio, unternimmt in zwei Debattenbeiträgen eine Charakterisierung der derzeitigen Lage und Zukunft westlicher Demokratien und der Europäischen Union. Mit dem Begriff der Selbstbehauptung kann den vielfältigen thematischen und populistischen Herausforderungen auch ein positives Moment der Bewährung abgerungen werden, das einen Ausweg aus dem Krisendiskurs aufzeigt.
Die Beiträge sind auf den Seiten der Frankfurter Allgemeinen Zeitung sowie der Neuen Zürcher Zeitung lesbar.


Publikation

Share Economy

Unter Herausgeberschaft von Professor Frank Schorkopf und Dr. Julian Dörr, beide Fellows am Forschungskolleg, sowie von Professor Nils Goldschmidt erscheint der interdisziplinäre Sammelband "Share Economy", der sich mit ökonomischen, historischen, juristischen und ethischen Fragen der Ökonomie des Teilens befasst. Mit dem Band wird zugleich in Fortsetzung der langjährigen Schriftenreihe die neue Reihe "Die Einheit der Gesellschaftswissenschaften im 21. Jahrhundert" begründet.
Weitere Informationen auf der Seite des Verlages Mohr Siebeck.


Publikation

Die Weimarer Verfassung. Aufbruch und Scheitern

Professor Udo Di Fabio legt eine dem Forschungsansatz des Kollegs verpflichtete Analyse der "Weimarer" Gesellschaft, ihrer (Verfassungs-)Politik und ihres Niedergangs vor. Sie geht über eine historische, vergleichende Betrachtung der Weimarer Reichsverfassung weit hinaus und untersucht etwa auch die Rolle der handelnden Amtsträger, der Reichswehr und der Presse. Mit Blick auf die gesellschaftlichen Grundlagen einer liberalen und rechtsstaatlichen Demokratie ergeben sich Einsichten in ihre zeitlosen Funktionsbedingungen, deren Erkenntnis auch heute fruchtbar gemacht werden kann.
Eine Einführung in zentrale Thesen des Buches gibt Prof. Di Fabio im Interview mit dem Verlag C.H. Beck (YouTube).


Vier Neuerscheinungen

Beiträge zu normativen Grundlagen der Gesellschaft

Die Schriftenreihe des Forschungskollegs Beiträge zu normativen Grundlagen der Gesellschaft (BnGG) wird mit den ersten vier Nummern eröffnet:

BnGG 1 – Professor Udo Di Fabio arbeitet mit Herrschaft und Gesellschaft den grundlegenden Forschungsansatz einer interdisziplinären, normativen Institutionenanalyse aus. Untersucht werden aus systemtheoretisch angeleiteter Perspektive anhand von Beispielen insbesondere informelle Momente von Herrschaft, die sich in  Interdependenzen sozialer Systeme entfalten. Nachdem die erste Auflage vergriffen ist, erscheint im Jahr 2019 eine inhaltsgleiche Studienausgabe.
BnGG 2 Klaus Thomalla: "Herrschaft des Gesetzes, nicht des Menschen" (ausgezeichnet mit dem Promotionspreis des Rechtswissenschaftlichen Fachbereiches der Universität Bonn)
BnGG 3 – Tobias Schieder: Ethisch motivierter Rechtsungehorsam
BnGG 4
– Ferdinand Weber: Staatsangehörigkeit und Status (ausgezeichnet mit einem Dissertationspreis der Juristischen Fakultät der Universität Göttingen 2018, dem Hermann-Mosler-Preis der Deutschen Gesellschaft für Internationales Recht 2019 sowie einem zweiten Platz beim Deutschen Studienpreis der Körber Stiftung 2019)

Ausführliche Informationen finden Sie in der Präsentation der Reihe sowie auf der Seite des Verlages Mohr Siebeck.


Publikation

Kommentar zum Parlamentsbeteiligungsgesetz

Unter der Autorschaft von Malte Seyffarth, Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Forschungskollegs, ist ein neuer Kommentar zum Parlamentsbeteiligungsgesetz – Unter gleichzeitiger Berücksichtigung neuester Änderungsvorschläge zum ParlBG erschienen.
Weitere Informationen auf der Seite des Verlages C.F. Müller.


Vortrag

Was unantastbar ist. Über den philosophischen Begriff der Menschenwürde als Verhältnis der Differenz

Klaus Thomalla, Doktorand von Prof. Dr. Dres. h.c. Josef Isensee am Fachbereich Rechtswissenschaft der Universität Bonn, referierte am 7. Dezember 2017 über einen zentralen Begriff normativer Gesellschaftsgrundlagen der westlichen Welt: die Menschenwürde. Herr Thomalla arbeitete die Möglichkeit einer Neuorientierung des Begriffs im interdisziplinären Diskurs zwischen Philosophie, Theologie und Rechtswissenschaft anhand der Figur des "Unantastbaren" heraus, die er als philosophiegeschichtlichen Strang einer Differenzidee von der Antike bis zur Postmoderne mit zahlreichen Beispielen anschaulich machen konnte.


Publikation

Staat und Diversität

Professor Frank Schorkopf, Fellow des Forschungskollegs, hat dort mit "Staat und Diversität. Agonaler Pluralismus für die liberale Demokratie" eine Studie ausgearbeitet, die nun als Nr. 30 der Reihe Schönburger Gespräche zu Recht und Staat erschienen ist – nähere Informationen auf der Seite des Verlages Ferdinand Schöningh.


Kolloquium

Institutionen. Zur normativen Struktur moderner Gesellschaft

Am 22. und 23. Juni 2017 hat das Kolloquium "Institutionen. Zur normativen Struktur moderner Gesellschaft" am FnG in Bonn stattgefunden. Zu dieser Auftaktveranstaltung waren neben den Wissenschaftlern des Kollegs weitere Vertreter der Rechts-, Sozial-, Wirtschafts- und Geschichtswissenschaften eingeladen, einen interdisziplinären Institutionenbegriff und dessen Tragfähigkeit für die Analyse moderner Gesellschaften und ihrer Grundlagen zu diskutieren. 


Neue Schriftenreihe

Beiträge zu normativen Grundlagen der Gesellschaft

Das Forschungskolleg begründet eine eigene Schriftenreihe zur Veröffentlichung seiner Forschungsergebnisse sowie weiterer Arbeiten, die dem Arbeitsfeld und dem Forschungsansatz des Kollegs nahestehen. Die neue Reihe Beiträge zu normativen Grundlagen der Gesellschaft (BnGG) wird von Professor Udo Di Fabio und Professor Frank Schorkopf herausgegeben und im Mohr Siebeck Verlag erscheinen.